Der Kleine Unterschied zwischen Theorie und Praxis

 

In einer „inoffiziellen“ Kooperation von Toni Scholl, Dozent an der Musikhochschule Mannheim, und MBO-Dirigent Dominique Civlotti fand ein Übungsdirigat für Studierende in einer unserer MBO-Proben statt. Das war eine ungewöhnliche, neue Erfahrung sowohl für die Musiker, wie auch die Musikstudenten, die als Nebenfach „Ensemble-Leitung“ studieren. Während des Semesters gestaltet sich das Dirigieren lernen aus Trocken-Übungen vor dem Spiegel zur Musikkonserve. Jetzt konnten die Studenten „live“ erleben, wie die eigene Körpersprache auf ein echtes Orchester wirkt. Am Montag, den 11. Juni 2018 konnten die jungen Studierenden am praktischen "Objekt" - in Form des MBOs - das Dirigieren, sprich Anleiten und Anzeigen von 

 

Foto: MBO
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Übergängen, Solisten- Einsätzen sowie Tempo und Dynamik, ausprobieren. Die Studierenden brachten bereits Erfahrung beim Spielen in einem Orchester mit, doch nun standen sie zum ersten Mal selbst davor. Den angehenden Ensemble-Leitern, fünf Studentinnen und ein Student, lag die Partitur und Aufnahme der Musikstücke „Pilatus“ und „Adventure“ vor. Die beiden Werke beherrschten die Musiker des MBOs sehr gut, da sie diese zuvor im ausverkauften Jahreskonzert zur Aufführung gebracht hatten. 

Nachdem der Dozent Toni Scholl das Orchester mit ein paar Gehübungen warm gespielt hatte, durften nach und nach die Studierenden das Dirigentenpult erklimmen.  


 

Ihr Dozent unterstützte sie mit Tipps und Hilfestellungen. Er zeigte, wie man Impulse setzt, gab Tipps zur Haltung und Armführung. Jeder erhielt seine individuelle Rückmeldung nach dem Spiel vom Dozenten und direkt vom Orchester, wenn die ein oder andere Bewegung zu undeutlich oder zu groß gelang, so folgte das Orchester in dem es etwa verunsichert oder zu laut einsetzte. Der Lernerfolg, aber auch der Spaß war sofort auf beiden Seiten zu spüren. 

 

Text: Kerstin Appenzeller

Foto: MBO
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